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04 April 2017

„Wir beginnen mit der Untertasse.“

Diesen Satz wollte ich schon immer mal sagen! Am Samstag durfte ich nämlich bei einem Frühstückstreffen für Frauen Musik machen. Das ist immer ganz nett: Ein bisschen Musik spielen, lecker Frühstücken und der einzige Mann im Saal sein. Das passt. Die größte Herausforderung bestand nur darin, dass man die Damen nach dem Frühstück irgendwie motivieren musste, sich zur Bühne zu wenden, weil dort Musik und Referat auf sie warteten. Aber 120 Frauen in ihren Gesprächen zu unterbrechen ist wirklich nicht so einfach. Ich hatte mir vorher kurz überlegt, sie beim nächsten Song einfach die Hookline mitpfeifen zu lassen, aber es stellte sich schnell heraus, dass Pfeifen mit einem halben Brötchen im Mund irgendwie schwierig ist…

Als dann die Leiterin auch noch ankündigte, dass während dieses Liedes der Kostenbeitrag an den Tischen eingesammelt wird, war mir klar, dass ich mit meinem Song gleich einpacken kann. Überall standen Damen auf und kramten in ihren Handtaschen. Doch dann kam mir spontan eine Idee: Als alle Frauen ihr Geld bezahlt hatten, hab ich mir meine Kaffeetasse geschnappt und die Damen um Aufmerksamkeit gebeten. Mit dem kleinen Löffel habe ich abwechselnd auf Untertasse und Tasse geschlagen. KLING – KLANG – KLING – KLANG – KLING – KLANG. Die Frauen sollten es mir nachmachen. Ich habe in viele überraschte Gesichter geschaut, aber dann haben alle mitgemacht. Und schon ergab sich ein kleiner, feiner (und immer schneller werdender!) Beat, zu dem ich meinen Song spielen konnte. Das hat voll Spaß gemacht!

Ich glaube, „Wir beginnen mit der Untertasse.“ könnte zu meinem Lieblingssatz in diesem Jahr werden.

Was frieren wirklich heißt // Simon Becker - Egal wohin das führt
  1. Was frieren wirklich heißt // Simon Becker - Egal wohin das führt
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